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	<title>Musik Afrikas Archive &ndash; Manfred Loimeier</title>
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		<title>Mavis Staples startet im Apollo Theater New York ihre Geburtstagstournee 2019</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Manfred Loimeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 May 2019 20:17:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Musik Afrikas]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Sogar aus Deutschland sind Leute gekommen, um mit mir Geburtstag zu feiern“, freut sich Mavis Staples im Apollo Theater in Harlem, New York. 80 Jahre wird sie, startet die Geburtstagsparty mit einem grandiosen Tourneeauftakt und begrüßt ihre Gäste aus Chicago oder Massachusetts, aus New York – und Deutschland. Mit ihrem Vater „Pops“ Roebuck und ihren [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„Sogar aus Deutschland sind Leute gekommen, um mit mir Geburtstag zu feiern“, freut sich Mavis Staples im Apollo Theater in Harlem, New York. 80 Jahre wird sie, startet die Geburtstagsparty mit einem grandiosen Tourneeauftakt und begrüßt ihre Gäste aus Chicago oder Massachusetts, aus New York – und Deutschland.</p>
<p>Mit ihrem Vater „Pops“ Roebuck und ihren Schwestern Cleotha und Yvonne und dem Bruder Pervis bildete sie die damals legendären Staple Singers, und als sie einst mit 17 Jahren zum ersten Mal im Apollo Theater auftrat, wollte ihr das niemand ihrer Freunde und Schulkameraden glauben. „Damals hatten wir noch nicht diese kleinen Smartphonekameras, und ich konnte es nicht beweisen“, erzählt Mavis Staples auf der Bühne des Apollo, „aber ich weiß es und freue mich, heute wieder hier zu sein.“</p>
<p>Heute, das ist der 9. Mai 2019, ein frühlingshaft warmer und sonniger Donnerstag in New York, und die Karten für das Konzert „Mavis and Friends“ sind seit langem ausverkauft. Hier, das ist das Apollo Theater, schon immer und immer noch das Zentrum der afrikanisch-amerikanischen Musik in den USA, erste Adresse für Stars und begehrtes Sprungbrett für alle, die es werden wollen. Duke Ellington und Count Basie sind hier aufgetreten, Louis Armstrong und Billie Holiday; Ella Fitzgerald, Jimi Hendrix, Lauryn Hill und die Jackson 5 gaben hier ihre Debüts in der heute noch bestehenden Reihe der Amateurabende; Michael Jackson war hier, Alicia Keys und Norah Jones ebenso.</p>
<p>Norah Jones ist auch an diesem 9. Mai 2019 dabei, denn die Freunde, mit denen Mavis Staples auftritt – oder besser: die dieser Legende der Gospelmusik huldigen – sind selbst ebenfalls mindestens Größen der Musikwelt und stolz darauf, neben Mavis Staples auf der Bühne stehen und mit ihr singen zu dürfen. David Byrne von den Talking Heads ist darunter, der mehrfache Grammy-Gewinner und Singer-Songwriter Jason Isbell, Sängerin Valerie June aus dem benachbarten Williamsburg jenseits des East River, Gitarrist Warren Haynes von den Allman Brothers, Jon Batiste, der schon mit Lenny Kravitz, Ed Sheeran, Prince und Stevie Wonder auftrat, oder Maggie Rogers, die gerade in Deutschland auf Tour war.</p>
<p>Was aber vor allem mitreißt, ist die physische Präsenz von Mavis Staples auf der Bühne, ist das Volumen ihrer Stimme, mit der sie ihre Lieder aus den vergangenen 50 Jahren singt, die längst Hymnen wurden. „High Note“ ist dabei, im Duett mit Valerie June, und selbstverständlich „Freedom Highway“, das Mavis Staples solo singt und dazu erzählt, wie es war, als ihre Familie damals in Birmingham, Alabama, Martin Luther King reden hörte und „Pops“ Roebuck dann sagte: „So wie er das predigen kann, können wird das singen.“ Die Staple Singers wurden zum Aushängeschild der US-Bürgerrechtsbewegung, auch mit dem Lied „Will the circle be unbroken?“, das sie nun im Apollo Theater mit Maggie Rogers singt.</p>
<p>Doch auch neue Stücke sind dabei, aus dem Album „Livin‘ on a High Note“ von 2016, zu dem Musiker wie Jon Batiste, Aloe Blacc, Nick Cave oder Valerie June die Titel schrieben, oder aus dem jüngsten Album „We Get By“ (2019), woraus sie mit Jason Isbell das Stück „Change“ singt. Und natürlich gibt es auch – mit Norah Jones – „You Are Not Alone“ zu hören, den Titelsong des gleichnamigen Albums von 2010. Ist allein das schon ergreifend, berührt es noch viel mehr, als das Publikum für Mavis Staples „Happy Birthday“ singt und zum Schluss das Plenum der Musikerstars als Zugabe den Klassiker „The Weight“ bringt.</p>
<p>So ist es geradezu bedauerlich, nicht bei jedem ihrer Konzerte dabei sein zu können: Mit Van Morrison wird Mavis Staples noch auftreten, mit Lyle Lovett – und freilich auch nochmals mit Norah Jones.</p>
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		<title>Ladysmith Black Mambazo am Nationaltheater in Mannheim</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Manfred Loimeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 May 2019 17:52:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Musik Afrikas]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Die Welt ist Klang.“ Wer diesem Motto des Musikwissenschaftlers Joachim-Ernst Berendt folgt, der kann sich der geradezu meditativ fließenden Melodik des A-cappella-Chores Ladysmith Black Mambazo gut hingeben. Denn die Musik der acht Sänger aus der am Indischen Ozean gelegenen südafrikanischen Hafenstadt Durban ist eine in ihrer Tonhöhe überwiegend gleichbleibende Schichtung aus Klangebenen. Die Methodik dieser [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„Die Welt ist Klang.“ Wer diesem Motto des Musikwissenschaftlers Joachim-Ernst Berendt folgt, der kann sich der geradezu meditativ fließenden Melodik des A-cappella-Chores Ladysmith Black Mambazo gut hingeben. Denn die Musik der acht Sänger aus der am Indischen Ozean gelegenen südafrikanischen Hafenstadt Durban ist eine in ihrer Tonhöhe überwiegend gleichbleibende Schichtung aus Klangebenen. Die Methodik dieser wiederkehrenden Elemente erinnert entfernt an Minimal Music, wenngleich sie freilich einst weniger aus kompositorischen, sondern aus ganz alltagspraktischen Gründen so entstand.</p>
<p>Einst – das meint das Jahr 1964, in dem in einem spektakulären Verfahren unter anderem auch der spätere Freiheitsheld Nelson Mandela von einem Gericht in Südafrikas Hauptstadt Pretoria zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. In jenem Jahr gründete Joseph Shabalala in der Stadt Ladysmith nahe Durban in der Provinz KwaZulu-Natal den Chor, der bis heute rund 50 Alben veröffentlichte und dafür fünf Grammys erhielt, den jüngsten davon im Vorjahr. Zu sagen, dass Ladysmith Black Mambazo von altem Ruhm lebt und ihre bewährte Choral-Methode schlicht immer weiterführt, wäre daher falsch – Familie Shabalala, die allein die Hälfte des derzeit tourenden Chores stellt, gibt immer noch aktuelle Impulse, die die zeitgenössische Musikszene bewegen.</p>
<p>Sibongiseni Shabalala, Thulani Shabalala, Thamsanqa Shabalala, Msizi Shabalala, Mfanafuthi Dlamini, Sabelo Mthembu, Pius Shezi und Abednego Mazibuko gaben bei ihrem Konzert im Opernhaus des Nationaltheaters Mannheim zum Auftakt der Alphabet-Tage entsprechend einen Querschnitt ihres Repertoires. Teil eins erinnert vor der Pause an die Geschichte und Entwicklung der Gruppe – diese Lieder sprechen von Hoffnung, von der Sehnsucht von Wanderarbeitern nach Zuhause, appellieren an Frieden,  ermahnen zur Absage von Gewalt und warnen vor verfrühten Schwangerschaften. Natürlich sind auch Liebeslieder darunter und Hymnen an Menschen, die mit Stärke den Schwierigkeiten des Lebens trotzen – allen voran „Long Walk to Freedom“, Nelson Mandela und seiner gleichnamigen Autobiografie gewidmet.</p>
<p>Diese Lieder tragen eine erzieherische Botschaft in sich, wie dem traditionellen Kunstverständnis etlicher afrikanischer Gesellschaften zufolge Kunst eben immer auch aufklärend, korrigierend, engagiert zu sein habe.</p>
<p>Gekennzeichnet ist die A-cappella-Technik von Ladysmith Black Mambazo auch von der traditionellen Chormusik der Zulu, dem selbstbewussten Volk an der Südostküste Südafrikas. Geprägt ist sie aber auch vom Alltag der Wanderarbeiter in den Bergwerken des damaligen Apartheidstaates, als die Männer in Wohnheimen untergebracht und Musikinstrumente ein ferner Luxus waren. Daher markieren Tenöre weibliche Stimmlagen, daher geben Bassstimmen im Trommeltakt den Rhythmus, daher steht meist nur eine einzige Hauptstimme im Vordergrund, daher lebt der Chor von der Integration vieler Sänger, deren Individualität ebenso zurücktritt wie der eher spärliche Text gegenüber dem Klang.</p>
<p>Teil zwei zeigt dann nach der Pause den Weg des Erfolges, den die Musik von Ladysmith Black Mambazo nahm. Allem voran selbstverständlich der Song „Homeless“ von Paul Simons „Graceland“-Album aus dem Jahr 1986, und unübersehbar das Bemühen, der – einst auch in beengten Wohnverhältnissen historisch begründeten – statischen Bühnenpräsenz des Chores mehr Bewegung zu geben. Die anfänglich sehr überschaubaren Tanzschritte und gestischen Bewegungen weiten sich zu ausholenden Choreografien, erlauben hier erstmals auch persönliche Charakteristiken und gewinnen fast eine Hiphop-Dynamik. Auch diese Elemente – die Sprünge und die hochgeworfenen Beine – sind dabei im Kulturgut der Zulu verwurzelt, in Tänzen der Krieger und der Dorfgemeinschaften. Das passt gut zur jüngsten CD „Shaka Zulu Revisited“, für die Ladysmith Black Mambazo eben den Grammy 2018 erhielt, erinnert es doch nicht nur an den Kriegerkönig Shaka Zulu, sondern auch an den allerersten Grammy 30 Jahre zuvor, 1988 für „Shaka Zulu“. Und so schließt sich in Mannheim ein weiter Kreis, lebt die Welt im Einklang.</p>
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		<title>Amadou &#038; Mariam spielen in Ludwigshafen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Manfred Loimeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Dec 2018 12:33:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Musik Afrikas]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tempo. Dieses Wort charakterisiert am treffendsten die Musik von Amadou und Mariam, dem blinden Musikerpaar aus Mali – so auch bei ihrem Konzert im indes nur halb besetzten Feierabendhaus in Ludwigshafen. Und angesichts des Tempos ihrer Mischung aus Rock, Blues und Elektropop war auch rasch klar: Bestuhlte Säle sind der Musik von Amadou und Mariam [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Tempo. Dieses Wort charakterisiert am treffendsten die Musik von Amadou und Mariam, dem blinden Musikerpaar aus Mali – so auch bei ihrem Konzert im indes nur halb besetzten Feierabendhaus in Ludwigshafen. Und angesichts des Tempos ihrer Mischung aus Rock, Blues und Elektropop war auch rasch klar: Bestuhlte Säle sind der Musik von Amadou und Mariam nicht gerade zuträglich – aber samt ihrer exzellenten Band sind sie Bühnenprofis genug, um wirklich jeden aus dem Sessel und mit der Dynamik ihrer Rhythmen mitzureißen.<br />
Tempo, Tanz und Tradition gehen bei Amadou und Mariam spätestens seit ihrer ersten international, von Manu Chao produzierten CD „Dimanche à Bamako“ (2005) eine bemerkenswerte Einheit ein. Basierend auf den rockigen, geradezu endlos verlängerbaren Rhythmusketten der beiden Percussionisten Yvo Abadi und Joel Hierrezuelo singen Amadou und Mariam im Stil der Bambara-Musik Lieder aus Westafrika. Ihr Konzert ist weniger eine Präsentation ihres neuesten Albums „La confusion“, sondern vielmehr eine musikalische Reise durch Mali, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Togo und Kamerun sowie ein Best of ihrer CDs. Ältere Hits wie „Afrique solidarité“ oder die anrührenden Liebeslieder „Je pense à toi“ und „Mon amour, ma chérie“, die sie als Zugaben spielen, sind ebenso dabei wie das erfolgreiche „La réalité“ oder aber „Bofou Safou““ und „Yiki Yassa“ vom jüngsten Album.<br />
Wobei auch klar wird: Fast besser noch als ihrer beider markanter Gesang sind die Qualitäten von Amadou Bagayoko an der Gitarre, wofür Mariam Doumbia sogar kurz die Bühne verlässt. Amadous Gitarrensolo ist der Höhepunkt dieses Konzerts, und man muss froh sein, dass der Feierabendsaal nicht ausverkauft ist, denn die Atmosphäre ist auch so schon heiß.<br />
„C’est chaud“ (Es ist heiß) heißt denn auch einer der Titel, den Amadou und Mariam von ihrem neuen Album ebenso noch spielen, wenngleich er eher politisch gehalten ein Plädoyer für Menschenrechte, Demokratie und eine offene Welt ist. Auch für Frieden und Gerechtigkeit singen Amadou und Mariam, und für die Gleichstellung der Frauen, wofür nicht nur ihr Titel „Femmes du Monde“ steht. Zählen können sie dabei auf die Gute-Laune-Garanten Yao Dembele am Bass, Charles Frederik Avot an den Keyboards und Aminata Doumbia als Chorsängerin, die den Kontakt mit dem Publikum und die Bühne in Bewegung halten. Tempo ist auch ihr Motto, und so rast das Konzert durch den Abend und ist nach zwei Stunden immer noch zu früh zu Ende.</p>
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		<title>Fatoumata Diawara in Ludwigshafen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Manfred Loimeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Dec 2018 12:31:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Sie ist der unbestrittene Superstar der westafrikanischen Musikszene und ein Bühnenerlebnis ohnegleichen: Fatoumaa Diawara aus Mali. Bereits mit ihrem Debütalbum „Fatou“ wurde sie im Jahr 2011 zur Ikone, mit ihrer Hauptrolle im Film „Mali Blues“ weltberühmt, und mit ihrem jüngsten, zweiten Album „Fenfo“ ist sie gerade auf Tournee. Aber dennoch. Trotz ihrer Professionalität fiel es [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Sie ist der unbestrittene Superstar der westafrikanischen Musikszene und ein Bühnenerlebnis ohnegleichen: Fatoumaa Diawara aus Mali. Bereits mit ihrem Debütalbum „Fatou“ wurde sie im Jahr 2011 zur Ikone, mit ihrer Hauptrolle im Film „Mali Blues“ weltberühmt, und mit ihrem jüngsten, zweiten Album „Fenfo“ ist sie gerade auf Tournee. Aber dennoch. Trotz ihrer Professionalität fiel es Diawara im Extraprogramm der Festspiele Ludwigshafen zunächst schwer, ihre Livequalitäten im Pfalzbau Ludwigshafen auszuspielen.<br />
Zunächst – das verweist zugleich darauf, dass Diawaras Performance in zwei Hälften gegliedert war. Und in der Mitte, im Zentrum des Konzertes überhaupt, stand die Botschaft, die Diawara bei all ihren Auftritten verkündet: ein minutenlanges Plädoyer für Kinder- und Frauenrechte, ein eindringlicher Appell für Frieden und Menschlichkeit, eine Rede zugunsten offener Grenzen und für ein Bewusstsein dafür, was es heißt, Mitmensch und einander ähnlich zu sein.<br />
Davor, in Halbzeit eins, startete das Konzert fast ruhig, chansonartig, und eben mit zwei Liedern, die die Jugend Afrikas dazu ermuntern sollten, Verantwortung zu übernehmen und das Bild von Afrika als Kontinent der Kriege, Katastrophen und Krankheiten zu verändern; und dann eben „Timbuktu“, der Song, mit dem Diawara Erziehungs-und Bildungschancen für Kinder einfordert. Da dauerte es noch, bis sich die Band aus Sekou Bah am Bass, Yacouba Koné an der Gitarre, Arecio Smith am Keyboard und Jean-Baptiste Gbadou am Schlagzeug in den Rhythmus aus Jazz und malischem Wassulu-Gesang eingefunden hatte und bis der Funke aufs Publikum übersprang; zumal Fatoumata Diawara auf Chorsängerin verzichtete und deren Parts schlicht einspielen ließ – das wirkte denn doch merkwürdig und hätte andernfalls mehr Leben und Bewegung auf die Bühne gebracht.<br />
Dann aber, mit ihren musikalischen Hommagen an die US-Jazz- und Bluessängerin Nina Simone und an den Afrobeat des nigerianischen Popstars Fela Kuti, und mit ihrem Lied „Mama“ entfaltete sich die mitreißende Kraft von Diawaras dahinflutenden Rhythmen, zeigten die Musiker mit ihren Soli Präsenz und bewies Diawara an der Gitarre, dass sie nicht nur beeindruckend singen, sondern auch brillant spielen kann. Da flocht Diawara Klassiker wie „Sowa“ aus ihrem Debütalbum ein oder Hits wie „Nterini“ aus dem aktuellen Album „Fenfo“, mit dem Diawara eben denjenigen eine Stimme geben will, die sonst nichts zu sagen haben – „Something to say“ lautet entsprechend Diawaras englischsprachige Übersetzung von „Fenfo“.<br />
Letztlich war es ihrer persönlichen absoluten Bühnenpräsenz geschuldet, dass Diawara das Publikum im Pfalzbau doch noch zu begeistern verstand – und zwar und wie! Direkte Ansprache an die Fans sowieso, und auch über das obligatorisch einverlangte Mitklatschen hinaus dann die Anleitung zum Tanz, so dass letztlich der ganze Festsaal wogte. Nach verhaltenem Beginn dann also doch noch ein grandioses Erlebnis.</p>
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		<title>Les amazones d&#8217;Afrique in der Stadthalle Heidelberg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Manfred Loimeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Oct 2018 12:44:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Musik Afrikas]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Festival Enjoy Jazz in der Metropolregion Rhein-Neckar gibt es im Jahr 2018 zum 20. Mal &#8211; und  wurde Anfang Oktober mit einem Kozert der Amazones d&#8217;Afrique eröffnet. Anbei mein Bericht dazu. Ebenfalls im Rahmen des Festivals gibt es eine Lesung aus James Baldwins neu übersetztem Roman &#8222;Beale Street Blues&#8220; &#8211; ein ganz hervorragendes Buch; [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Festival Enjoy Jazz in der Metropolregion Rhein-Neckar gibt es im Jahr 2018 zum 20. Mal &#8211; und  wurde Anfang Oktober mit einem Kozert der Amazones d&#8217;Afrique eröffnet. Anbei mein Bericht dazu.</p>
<p>Ebenfalls im Rahmen des Festivals gibt es eine Lesung aus James Baldwins neu übersetztem Roman &#8222;Beale Street Blues&#8220; &#8211; ein ganz hervorragendes Buch; im Grunde müsste aber nicht nur Baldwin, sondern auch sein Schriftstellerkollege und zeitweiliger Freund Richard Wright mit seinem literarischen Werk wieder entdeckt werden &#8211; aber vielleicht kommt das ja noch!</p>
<p>Hier jedenfalls meine Konzerteindrücke:</p>
<p>Im Jazz, sagte der Schauspieler Matthias Brandt in seiner Eröffnungsrede zum 20. Geburtstag der Festivalreihe Enjoy Jazz, erzählen die Musiker ihre Geschichten – und das sei es, was gerade heute wichtiger sei denn je: von sich zu erzählen und einander zuzuhören. Ihre Geschichten erzählen im Enjoy-Jazz-Eröffnungskonzert in der Heidelberger Stadthalle auch die drei Sängerinnen der westafrikanischen Künstlerinnengruppe Les Amazones d’Afrique. In ihren Liedern singen die stimmstarken Awa Sangho,  Mamani Keïta und Nana Coulibaly – allesamt aus Mali – von Müttern und dem Alltag und den Sehnsüchten von Frauen. Das Engagement gegen häusliche Gewalt, Zwangsverheiratungen und patriarchale Gesellschafts- und Familienstrukturen ist Programm ihrer Musik, sagt Sangho gleich zu Beginn des Konzerts, das zugleich die Deutschlandpremiere der Amazones d’Afrique darstellt.</p>
<p>Man müsse heute jederzeit und auch im Alltag deutlich für Demokratie eintreten, hatte Brandt in seiner unterhaltsam-nachdenklichen, sehr persönlichen Eröffnungsrede bilanziert – und insofern passt der Verlauf seiner Rede, für das die Honoratioren auf die üblichen Grußworte zum Festivalauftakt verzichteten, gut zum Verlauf des Konzerts. Mit (übersetzt) „Nie wieder weinen“ verlangen die Amazones d’Afrique Respekt vor Frauen, mit „Mütter“ Anerkennung, und zugleich singen sie wie ihn „Deep in Love“ von tiefsten Gefühlen. In ihrer Musik stehen die Stimmen im Vordergrund, die Band aus Joseph Palmer (USA) am Schlagzeug, Llorens Barcelo (Spanien) am Keybord und Salif Koné (Mali) an der Gitarre sorgt für den tragenden Rhythmusfluss und gleicht die für europäische Ohren unvertraute Stimmhöhe der Sängerinnen etwas modulierender aus.</p>
<p>In der Schilderung seiner Erstbegegnung mit Jazz – Herbie Hancock und John Coltrane unter anderem – erwähnte Brandt eine frühe Episode, in der dem Publikum seinerzeit Hancocks Technikeinsatz missfiel. Genau das aber sei Jazz, sagt Brandt weiter: zu sich zu stehen und Grenzen zu weiten. Eben das tun auch die Amazones d’Afrique, wenngleich weniger dabei, was den Gesang angeht, der herkömmlichen Vokalformen Westafrikas verbunden bleibt, sondern vielmehr dabei, was die die Arrangements der Band betrifft. Der spielfreudige Koné adaptiert an der Gitarre die Lautfolgen der westafrikanischen Kora-Musiker, die aus ihren aus Kalebasse erstellten Instrumenten gleichsam Hafenklänge perlen lassen; der kaum zu bremsende Palmer überträgt die Trommelrhythmen traditioneller Melodien auf seine Drums, und Barcelo improvisiert bisweilen und gestaltet die Verbindung zu Dub und Free Jazz, zu Kongo-Rumba und Funk.</p>
<p>Dabei wird auch eines sehr schnell klar: zum Sitzen ist diese Musik nichts. Sie passt besser in Bars und Clubs mit Tresen und Tanzfläche als in den feierlich-getragenen Rahmen einer Stadthalle, wäre atmosphärisch besser vorstellbar in den Räumen des Karlstorbahnhofs Heidelberg, dem Kooperationspartner dieses Konzerts. Aber die Platzierung und Terminierung als Auftaktkonzert von Enjoy Jazz ist gewiss auch ein politisches Signal, wie es Brandt als Freund des Festivalorganisators Rainer Kern sagte, ein „Willkommen an die Welt“. Der Funke zwischen Amazones d’Afrique und Publikum springt dann erst richtig über, als Sangho der Dialog mit den Zuhörern gelingt, diese sich aus ihren Stühlen erheben und beengt zumindest etwas mitwippen können. Da allerdings sind die Amazones d’Afrique bereits bei ihrem letzten Titel „Good Morning“ angelangt, ihrem siebten erst, der indes so mitreißend schwingt, dass die Dynamik kaum noch zu halten ist. Der Zugabe und einer als Abschluss gedachten Blumenübergabe folgt mit „Mali Blues“ eine Hommage an die Wiege und Wurzeln des Blues in Westafrika, und damit endet das Konzert, wie es noch besser bereits begonnen hätte: mit einer ungebremst lustvoll spielenden Band, die zeigen will, was alles sie kann, einem nach Solos hungrigen Toure an der Gitarre und einem gerade erst in Fahrt kommenden Palmer am Schlagzeug. Da sind Sangho, Coulibaly und Keïta nicht mehr Frontsängerinnen, sondern Teil der Gruppe, wobei insbesondere Keïta ihr Können an den Conga-Trommeln ausspielt und zeigt, was sie alles noch kann.</p>
<p>Auch das ist Jazz: Grenzüberschreitung des Programms und freie Improvisation, Klangschleifen unter Einbeziehung der Stimmung im Publikum, Live-Atmosphäre statt Vortrag – und insofern dann doch noch ein bewegendes Eröffnungskonzert von Enjoy Jazz und ein verheißungsvoller Ausblick auf die folgenden Konzerte.</p>
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