Willkommen in meinem Blog

Verständnis und Verstehen entstehen im Gespräch. Und Begegnung – auch im Denken – setzt Bewegung voraus. Daher will ich Gesprächsanstöße geben, Gespräche suchen und im Gespräch bleiben. Denn Worte liegen herum, um von anderen aufgehoben zu werden. Wobei die gegenseitige Vertrauens- und Verhaltensregel gilt: Worte sind wie Wasser – sind sie einmal vergossen, können sie nicht mehr zurückgenommen werden.
17. August 2019
von Manfred Loimeier
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Bénédicte Savoy und Felwine Sarr zur Rückgabe kolonialer Kulturgüter

Die Heimat von Kunstwerken Bereits im Jahr 1981 plädierte „die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Hildegard Hamm-Brücher, für eine ,großzügige‘ Handhabung der Restitutionsfrage“, Das betonen die Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy und der Wirtschaftswissenschaftler Felwine Sarr in ihrem Buch „Zurückgeben. Über die Restitution afrikanischer Kulturgüter“. Es ist eine gekürzte Fassung des Berichts, den sie im Auftrag des französischen […]

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17. August 2019
von Manfred Loimeier
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Felwine Sarr und sein „Afrotopia“

  Glanzvolle Worte Allein, was „die Wirtschaft angeht, so sind seit Mitte der 2000er-Jahre auf dem afrikanischen Kontinent zahllose wirtschaftliche Zukunftsvisionen formuliert worden“, schreibt der augenblicklich hochgefeierte senegalesische Essayist Felwine Sarr in seinem bereits in zweiter Auflage vorliegenden Band „Afrotopia“. Mit seinem Buch legt er aber nur eine weitere Vision vor – und speist sie […]

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17. Mai 2019
von Manfred Loimeier
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Mavis Staples startet im Apollo Theater New York ihre Geburtstagstournee 2019

„Sogar aus Deutschland sind Leute gekommen, um mit mir Geburtstag zu feiern“, freut sich Mavis Staples im Apollo Theater in Harlem, New York. 80 Jahre wird sie, startet die Geburtstagsparty mit einem grandiosen Tourneeauftakt und begrüßt ihre Gäste aus Chicago oder Massachusetts, aus New York – und Deutschland. Mit ihrem Vater „Pops“ Roebuck und ihren […]

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11. Mai 2019
von Manfred Loimeier
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Ladysmith Black Mambazo am Nationaltheater in Mannheim

„Die Welt ist Klang.“ Wer diesem Motto des Musikwissenschaftlers Joachim-Ernst Berendt folgt, der kann sich der geradezu meditativ fließenden Melodik des A-cappella-Chores Ladysmith Black Mambazo gut hingeben. Denn die Musik der acht Sänger aus der am Indischen Ozean gelegenen südafrikanischen Hafenstadt Durban ist eine in ihrer Tonhöhe überwiegend gleichbleibende Schichtung aus Klangebenen. Die Methodik dieser […]

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08. April 2019
von Manfred Loimeier
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Ruanda – Zeit für die Wende

Ruanda, das im Zentrum Afrikas gelegene Partnerland von Rheinland-Pfalz, gilt als Modell. Als ein Vorbild dafür, wie angesichts des Völkermords vor 25 Jahren trotz aller Einschränkungen das Zusammenleben zwischen den einst verfeindeten Volksgruppen der Hutu und der Tutsi wieder möglich gemacht wurde; als Vorbild für wirtschaftlichen Aufschwung, für wirksamen Umweltschutz und für die Gleichstellung der Geschlechter. […]

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10. März 2019
von Manfred Loimeier
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Nachdenken über Venezuelas Zukunft

Es lässt sich Vieles lernen aus der Vergangenheit. Mit Blick nach Venezuela gilt das besonders für Besucher der Kunsthalle Mannheim. Dort hängt Édouard Manets Gemälde „Die Erschießung Kaiser Maximilians von Mexiko“ von 1868/69. Was das mit Venezuela und der Gegenwart zu tun hat? Nun, um seine Ansprüche in Lateinamerika zu sichern, inthronisierte der französische Monarch […]

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02. März 2019
von Manfred Loimeier
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Harlem, New York. Zur Wiederentdeckung des literarischen Werks von James Baldwin

Wäre der US-amerikanische Schriftsteller James Baldwin im Jahr 1924 als hellhäutiger Protestant geboren worden, wäre er mit seinen Romanen, Gedichten, Theaterstücken und Essays gewiss für den Literaturnobelpreis in Betracht gekommen. Doch der Rassismus jener Zeit, der ihn im Jahr 1948 wie so viele andere US-amerikanische Autoren nach Frankreich reisen ließ, lenkte die Rezeption seines Werks […]

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31. Januar 2019
von Manfred Loimeier
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Vom Gewinn, sich mit der deutschen Kolonialgeschichte zu befassen

Sich mit der Kolonialvergangenheit zu befassen, hat nicht nur mit der Geschichte Deutschlands zu tun, sondern vor allem auch mit seiner Gegenwart. Der europäische Wettlauf um die Einflussbereiche in Afrika steht am Anfang der Gründung des Deutschen Reichs, markiert mithin den Beginn der Staatsgeschichte Deutschlands. Auf dem Fundament dieses imperialen Anspruchs definierte sich auch die […]

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23. Dezember 2018
von Manfred Loimeier
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Ngugi wa Thiong’o und die Dekolonisierung des Denkens

Soeben in zweiter Auflage erschienen ist der Band „Dekolonisierung des Denkens“, ein Klassiker des Postkolonialismus, geschrieben von Ngugi wa Thiong’o. Seine These klingt heutzutage vollkommen einleuchtend, war 1986 aber, als der kenianische, in den USA lebende Schriftsteller Ngugi wa Thiong’o sie in seinem Essayband „Dekolonisierung des Denkens“ darlegte, provokant: Dass die Unabhängigkeit früherer Kolonialgebiete von den […]

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23. Dezember 2018
von Manfred Loimeier
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Zur Gegenwart der deutschen Kolonialgeschichte

So überfällig die Debatte in Deutschland um die Rückgabe kolonialer Beutekunst aus Beständen des Humboldt Forums in Berlin ist, so sehr lenkt diese Debatte auch vom Kern der Sache ab. Wo Ausstellungsstücke zurückgegeben werden sollen, ist das gewiss keine Frage der Berechtigung, sondern eher der Art der Abwicklung. Und zum einen gibt es durchaus Staaten, […]

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