Willkommen in meinem Blog

Verständnis und Verstehen entstehen im Gespräch. Und Begegnung – auch im Denken – setzt Bewegung voraus. Daher will ich Gesprächsanstöße geben, Gespräche suchen und im Gespräch bleiben. Denn Worte liegen herum, um von anderen aufgehoben zu werden. Wobei die gegenseitige Vertrauens- und Verhaltensregel gilt: Worte sind wie Wasser – sind sie einmal vergossen, können sie nicht mehr zurückgenommen werden.
07. Oktober 2021
von Manfred Loimeier
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Abdulrazak Gurnah aus Sansibar, Tansania, erhält den Nobelpreis für Literatur

Er ist ein Autor der internationalen Begegnung, einer, der in seinen Romanen am Beispiel persönlicher Beziehungen schildert, was es bedeutet, aus verschiedenen Kulturen zu kommen. Und dieses Aufeinandertreffen unterschiedlicher Regionen und auseinanderklaffender Erfahrungs- und Erwartungshorizonte ist es auch, was sich als roter Faden, als das große literarische Thema durch die Mehrheit von Abdulrazak Gurnahs Büchern […]

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03. Oktober 2021
von Manfred Loimeier
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Die US-äthiopische Autorin Maaza Mengiste widmet der italienischen Kolonialzeit in Ost-Afrika einen Roman

Frauen haben in den Kriegen dieser Welt schon immer eine tragende Rolle gespielt – aber die Heldengeschichten wurden dann in der Regel aus männlicher Sicht geschrieben. Die äthiopisch-US-amerikanische Autorin Maaza Mengiste will das ändern. Hat sie in ihrem ersten Roman „Unter den Augen des Löwen“ die Schattenseite der Herrschaft von Äthiopiens Kaiser Haile Selassie thematisiert, […]

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07. August 2021
von Manfred Loimeier
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Nathacha Appanah thematisiert den Alltag auf Mayotte

Die Handlung des Romans „Das grüne Auge“ der Schriftstellerin Nathacha Appanah aus Mauritius (Lenos Verlag, Basel; aus dem Französischen von Yla M. von Dach) lässt sich rasch resümieren: Eine junge Immigrantin hinterlässt in einem Krankenhaus auf der Insel Mayotte, wo der Roman spielt, ihren neugeborenen Sohn. Denn er hat zwei verschiedenfarbige Auge, und das gilt […]

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21. Juni 2021
von Manfred Loimeier
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Der Friedenspreis für Tsitsi Dangaremgba ist eine Anerkennung auf Augenhöhe

Die Entscheidung, Tsitsi Dangarembga mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels auszuzeichnen, ist eine gute Wahl. Selbstverständlich ist der Zusammenhang mit der augenblicklichen Diskussion über die deutsche Kolonialvergangenheit und über die Rückgabe kolonialer Raubkultur unübersehbar – und hat bei der Entscheidung gewiss für Europas Nachbarkontinent sensibilisiert. Doch sind das nur die vordergründigen Argumente. Noch wichtiger ist […]

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21. Juni 2021
von Manfred Loimeier
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Friedenpreis des deutschen Buchhandels geht an Tsitsi Dangarembga

Als im Jahr 1991 in deutscher Übersetzung der Roman „Der Preis der Freiheit“ der bis dahin unbekannten Schriftstellerin Tsitsi Dangarembga aus Simbabwe erschien – übersetzt von dem damals ebenfalls noch unbekannten Verleger und Autor Ilija Trojanow – änderte das das Leben zahlreicher Leserinnen und Leser im deutschsprachigen Raum ebenso drastisch wie ihre Wahrnehmung von Afrika. […]

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14. Mai 2021
von Manfred Loimeier
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Patrice Nganang erinnert in seinem Roman „Spur der Krabbe“ an frühe Demokratiebewegungen in Kamerun

Nein, es ist kein Geschichtsbuch, aber es ist ein historischer Roman. Dabei beginnt das neue Buch des kamerunischen Autors Patrice Nganang, „Spur der Krabbe“ (aus dem Französischen von Gudrun und Otto Honke; Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2021, 484 Seiten, 26 Euro), in den USA der Gegenwart. Die männliche Hauptfigur Tanou lebt dort mit Ehefrau Angela […]

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14. Mai 2021
von Manfred Loimeier
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Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo hat mit „Adas Raum“ ihren ersten Roman veröffentlicht

„Man kann sehr gut kreativ mit Deutsch umgehen“ Manchmal sind es Dinge, die im neuen Roman „Adas Raum“ (S. Fischer, 228 Seiten, 22 Euro) der Berliner Autorin Sharon Dodua Otoo sprechen. Oder besser: Es ist ein Wesen, das seiner Geburt entgegenharrt, das die Handlung aus der Sicht von Dingen kommentiert – mal ein Armband, dann […]

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28. März 2021
von Manfred Loimeier
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Mia Coutos Doppel-Roman „Asche und Sand“ über Mosambiks portugiesische Kolonialvergangenheit

Mia Couto ist nicht nur der bekannteste Schriftsteller seiner Heimat Mosambik, sondern auch einer der maßgeblichsten Autoren portugiesischer Sprache überhaupt. Er ist Mitglied der Brasilianischen Akademie der Wissenschaften, erhielt im Jahr 2013 den Prémio Camões und den Internationalen Neustadt Preis für Literatur und inspirierte mit seinen Theaterstücken und Romanen den schwedischen Autor Henning Mankell. Zuletzt […]

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25. Januar 2021
von Manfred Loimeier
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Deutschlands vergessene Jahrzehnte: Das Deutsche Reich als Kolonialmacht und die Folgen für Gegenwart und Zukunft. Mit Beispielen aus Mannheim

Es heißt gemeinhin häufig, Deutschlands Kolonialzeit sei so kurz gewesen und schon lange vorbei. Aber die Zeit des Nationalsozialismus war noch kürzer – das heißt, die Zeitdauer sagt nichts über die Tiefenwirkung einer historischen Epoche aus. Und obwohl die deutsche Kolonialzeit schon lange vorbei ist, lässt sich Deutschland nicht als postkolonial geprägte Gesellschaft bezeichnen. All […]

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04. Dezember 2020
von Manfred Loimeier
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Helon Habilas neuer Roman „Reisen“ im Verlag Das Wunderhorn

Zehn Jahre ist es nun her, dass der Heidelberger Verlag Das Wunderhorn seine Reihe Afrika Wunderhorn startete. Zu diesem Jubiläum erscheint der Roman eines Autors, der schon mit seinem Bestseller „Öl auf Wasser“ – siehe dazu die Lesung im Heidelberger Spielgezelt während der Literaturtage im Jahr 2012 (https://www.youtube.com/watch?v=eyq-9r8IWug) – die bemerkenswerte Vielfalt und literarische Qualität […]

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